Häufig gestellte Fragen

Was können wir als Eltern tun, um unser Kind beim Musizieren zu unterstützen?

»Hast du heute schon geübt?« ist eine Frage, die Kinder nicht so richtig gern hören. Ich glaube, wenn man fragt: »Magst du mir etwas vorspielen? Ich höre dir so gern zu.«, dann leuchten die Kinderaugen und es wird mit Begeisterung losgehen und etwas spielen; auch weil sich Mama oder Papa für das, was es macht, interessieren.
Viel ausführlicher jedoch schreibt mein ehemaliger Professor Nicolai Petrat darüber in seinem Buch:


Brauche ich ein Keyboard, ePiano oder ein akustisches Instrument?

Ein akustisches Instrument.
Egal in welcher Musikrichtung man später einmal unterwegs sein will, muss man doch die Grundlagen des Klavierspiels beherrschen. Es geht um die Sensibilisierung unserer Finger und unserer Ohren.
Auf den meisten elektrischen Instrumenten wird mit sogenannten »Samples« gearbeitet. Ein Sample ist eine Datei mit einem aufgenommenen Klang, der beim Niederdrücken der Taste einfach abgespielt wird. Man hat also keinen Einfluss auf die Tongestaltung (außer auf laut und leise) – und dadurch ist es scheinbar egal, wie die Tasten gespielt werden – und genau hier liegt der Irrtum.
Aus diesem Grund ist ein elektrisches Instrument gerade für Anfänger leider so gar nicht sinnvoll!


Wie oft oder/und wie lange sollte ich üben?

Regelmäßigkeit ist wie bei so vielen anderen Dingen auch im Erlernen eines Musikinstrumentes der Schlüssel zum Erfolg. Aus diesem Grund solltest Du ein tägliches Üben in deinen Tagesplan fest integrieren.
Und übrigens: »täglich« meint das auch! Also auch an Feiertagen, an Wochenenden, in den Ferien, zu Geburtstagen und und…
Von dieser Täglich-Üben-Regel gibt es nur zwei Ausnahmen:
– du bist an einem Ort, wo es kein Übinstrument gibt;
– du bist so krank, dass du nicht aus deinem Bett aussteigen darfst.

Eine Mindestübezeit finde ich nicht sinnvoll. Besser ist es, sich kleine »Tagesübeziele« vorzunehmen und um diese zu erreichen, dauert das Üben eben so lange, wie es dauert.
Dabei ist dann auch darauf zu achten, dass man ausreichend Pausen macht. Pausen sind immer gut! Allerdings sollte eine Pause auch als Pause genutzt werden: zb. Apfelessenderweise in die Ferne schauen – ist der Apfel gegessen, kann’s weitergehen…


Wie kann ich am effektivsten üben?

Wie man am effektivsten übt, darüber kann man ganze Bücher verfassen (und auch lesen). Aber genau so etwas wird unbedingt Gegenstand meines Unterrichts sein.
Hier nur soviel:
– langsam üben
– ausgeschlafen und mit frischem Kopf am Instrument
– langsam und konzentriert üben
– kleine bzw. kleinste Stellen rausnehmen
– langsam üben
– laaaangsaam üben!


Warum muss ich in den Ferien auch bezahlen, obwohl gar kein Unterricht stattfindet?

Das musst Du nicht!
Ein Jahr hat 52 Wochen. Wenn man nun die Ferien und Feiertage rausrechnet und auch bedenkt, dass ein Klavierlehrer nur ein Mensch ist und mal krank werden kann, dann bleiben 36 Wochen übrig. Es geht also um 36 Unterrichtsstunden pro Jahr.
Der Preis für 36 Unterrichtsstunden kann als Jahresgesamtsumme, Halbjahressumme oder eben in zwölf monatlichen Raten beglichen werden.
Ganz ehrlich? Wenn niemand eine Stunde absagen muss, dann hat man erfahrungsgemäß sogar 41 Unterrichtsstunden pro Jahr…